Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)

Was sind eigentlich PSA? Darunter werden Vorrichtungen und Mittel verstanden, die dazu bestimmt sind, Gefahren für Sicherheit und Gesundheit einer Person abzuwehren bzw. zu mindern. Sie werden am Körper oder an Körperteilen getragen oder gehalten. Zu PSA gehören zum Beispiel: Schutzhelme, Schutzbrillen, Schutzschilde, Gehörschutzmittel, Atemschutzgeräte, Sicherheitsschuhe, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Auffanggurte, Rettungswesten, Stechschutzkleidung, aber auch Hautschutzmittel.

PSA unterliegen dem Gesetz über die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt (Produktsicherheitsgesetz – ProdSG), insbesondere der Achten Verordnung zum ProdSG (Verordnung über die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen auf dem Markt – 8. ProdSV).
Die Bereitstellung von PSA durch den Arbeitgeber sowie die Benutzung durch die Beschäftigten bei der Arbeit ist national in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit geregelt (PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV).

Betriebsanweisungen

Die Erstellung von Betriebsanweisungen ist eine allgemeine Pflicht des Unternehmers.
Sie ist enthalten in:

  • § 4 Arbeitsschutzgesetz
  • § 9 Abs.1 Arbeitsschutzgesetz
  • § 12 Abs.1 Arbeitsschutzgesetz
  • § 9 Betriebssicherheitsverordnung
  • § 2 Abs.1 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
  • § 14 Gefahrstoffverordnung

Zu dem Thema Betriebsanweisung gibt es unter anderem von der BGHM eine Informationsschrift BGI 578 (neu: DGUV Information 211-010) „Sicherheit durch Betriebsanweisungen“ mit den entsprechenden Vorschriften. Außerdem finden Sie hier auch ein paar Informationen zur Erstellung von Betriebsanweisungen.

Gerne helfen wir Ihnen auch dabei Betriebsanweisungen zu erstellen oder erstellen diese für Sie!

Qualitätsmanagement mit integriertem Arbeitsschutz (qu.int.as)

Sie möchten gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein sicheres Arbeitsumfeld und eine höhere Leistungsqualität? Mit BGW qu.int.as als erfolgreiches Komplettpaket für Qualität und Arbeitsschutz können Sie arbeitsbedingte Krankheiten vermeiden und die Gesundheit Ihres Teams fördern. Sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag dazu, die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens zu verbessern.

Basis für die Integration des Arbeitsschutzes in ein betriebliches Qualitätsmanagementsystem sind die Managementanforderungen der BGW zum Arbeitsschutz, kurz MAAS-BGW. Sie ergänzen die in den jeweiligen Qualitätsnormen beschriebenen Anforderungen um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb.

Was ist grundsätzlich zu beachten?

Alle Mitgliedsbetriebe der BGW können die MAAS-BGW zur systematischen Organisation des Arbeitsschutzes nutzen. Voraussetzung für die Zertifizierung (optional) ist, dass das von Ihnen gewählte QM-Modell von einer bei der BGW zugelassenen Zertifizierungsstelle zertifiziert wird. Weiterhin sollte das betriebliche QM-System

von der Einrichtungsleitung als Führungsaufgabe verantwortet werden,
die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktiv einbeziehen,
eine effiziente Ressourcensteuerung ermöglichen,
einen systemorientierten Gestaltungsansatz beinhalten,
prozessorientiert angelegt sein,
Instrumente für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess beinhalten,
auf sachbezogenen Entscheidungen basieren und
Mindestanforderungen an eine transparente Dokumentation erfüllen.

Eine gute Basis für den Arbeitsschutz

Sie können die inhaltliche Bearbeitung der MAAS-BGW wie die Einführung des QM-Modells planen und organisieren. Dabei bietet es sich an, mit den bereits etablierten Teams weiterzuarbeiten. Binden Sie von Anfang an Ihre Arbeitsschutzexperten und, wenn in Ihrer Einrichtung vorhanden, die betriebliche Interessenvertretung mit ein.

Damit Sie besonders sensible Arbeitschutzthemen gut steuern können, fordern die MAAS-BGW eigenständige Regelungsinstrumente für nachhaltig sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Das betrifft beispielsweise die Arbeitsmedizinische Vorsorge, die Beurteilung von Arbeitsbedingungen, den Umgang mit Gefahrstoffen sowie das Notfallmanagement.

Auf der sicheren Seite

Die Einführung von qu.int.as bietet Ihnen mehr Rechtssicherheit gegenüber Kostenträgern und Behörden. Das bedeutet für Sie, in Haftungsfragen – aber auch in Fragen des Risikomanagements – auf der sicheren Seite zu sein.

Zurzeit sind die MAAS-BGW auf folgende QM-Modelle passgenau abgestimmt:

DIN EN ISO 9001:2008
KTQ-Krankenhaus 2009 (gilt auch für proCum Cert)
QEP 2010
IQMP-Reha

Gefährdungsbeurteilung §5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen (ArbSchG)

(1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.

(2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.

(3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

  1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
  2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
  3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
  4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
  5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
  6. psychische Belastungen bei der Arbeit.

Schulung und Unterweisung Ihrer Mitarbeiter

Unterweisungen
§12 (ArbSchG)

(1) Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfaßt Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muß bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen. Die Unterweisung muß an die Gefährdungsentwicklung angepaßt sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.

(2) Bei einer Arbeitnehmerüberlassung trifft die Pflicht zur Unterweisung nach Absatz 1 den Entleiher. Er hat die Unterweisung unter Berücksichtigung der Qualifikation und der Erfahrung der Personen, die ihm zur Arbeitsleistung überlassen werden, vorzunehmen. Die sonstigen Arbeitsschutzpflichten des Verleihers bleiben unberührt.

Sicherheitstechnische Betreuung nach ASiG mit Stellung der Fachkraft für Arbeitssicherheit gemäß DGUV V2

Sicherheitstechnische Betreuung
§5 Bestellung von Fachkräften zur Arbeitssicherheit (AsiG)

(1) Der Arbeitgeber hat Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sicherheitsingenieure, -techniker, -meister) schriftlich zu bestellen und ihnen die in § 6 genannten Aufgaben zu übertragen, soweit dies erforderlich ist im Hinblick auf

  1. die Betriebsart und die damit für die Arbeitnehmer verbundenen Unfall- und Gesundheitsgefahren,
  2. die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer und die Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft,
  3. die Betriebsorganisation, insbesondere im Hinblick auf die Zahl und Art der für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen,
  4. die Kenntnisse und die Schulung des Arbeitgebers oder der nach § 13 Abs. 1 Nr. 1, 2 oder 3 des Arbeitsschutzgesetzes verantwortlichen Personen in Fragen des Arbeitsschutzes.

(2) Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die von ihm bestellten Fachkräfte für Arbeitssicherheit ihre Aufgaben erfüllen. Er hat sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen; insbesondere ist er verpflichtet, ihnen, soweit dies zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist, Hilfspersonal sowie Räume, Einrichtungen, Geräte und Mittel zur Verfügung zu stellen. Er hat sie über den Einsatz von Personen zu unterrichten, die mit einem befristeten Arbeitsvertrag beschäftigt oder ihm zur Arbeitsleistung überlassen sind.

(3) Der Arbeitgeber hat den Fachkräften für Arbeitssicherheit die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderliche Fortbildung unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange zu ermöglichen. Ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit als Arbeitnehmer eingestellt, so ist sie für die Zeit der Fortbildung unter Fortentrichtung der Arbeitsvergütung von der Arbeit freizustellen. Die Kosten der Fortbildung trägt der Arbeitgeber. Ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit nicht als Arbeitnehmer eingestellt, so ist sie für die Zeit der Fortbildung von der Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben freizustellen.

Betrieblicher Brandschutz

Im November 2013 wurde vom zuständigen Normenausschuss Feuerwehrwesen der Entwurf der neuen DIN 14096 beschlossen. In der DIN 14096 (Brandschutzordnung) werden – bezogen auf ein Gebäude – die notwendigen Maßnahmen zur Brandverhütung, aber auch für den Brandfall geregelt. Mit dem Beschluss des Normentwurfs wird es zukünftig diverse Veränderungen geben, die bei der Erstellung und dem Aushang einer Brandschutzordnung beachtet werden sollten.

Beratung und Unterstützung zum Arbeitsschutz und zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung

Gefährdungsbeurteilungen und Gefährdungsanalysen

Gefährdungsbeurteilung
§5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen (ArbSchG)

(1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.

(2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.

(3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

  1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
  2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
  3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
  4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
  5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
  6. psychische Belastungen bei der Arbeit.